Besuch im Attraktor

Hamburg ist immer eine Reise wert und das Angenehme mit dem Nützlichen verbindend, hatten J05Y und ich am vergangenen Wochenende die Möglichkeit uns mal den Hacker- und Makerspace Attraktor anzusehen. Um am Sonnabend nachmittag nicht vor verschlossenen Türen zu stehen, verabredeten wir uns mit Jan vom CCC Hamburg, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass wir uns in seiner Begleitung auf den verschiedenen Ebenen der City Nord nicht verirrten.

Die Räume des Attraktor e.V. befinden sich in einer ehemaligen Filiale der Hamburger Sparkasse – eine gewisse Ironie der Geschichte, wenn man an den BTX-Hack denkt. Im Vergleich zu unseren Gegebenheiten in der Leibnizstraße 32 ist dort viel Platz, den großen Raum würde ich direkt mal auf etwa 200 m² schätzen. Dazu kommt noch ein Raum im Untergeschoss, der an die Lockpicker untervermietet wird und im Keller der geheime ehemalige Tresorraum. Die für uns interessanten Dinge spielten sich aber alle oben ab. Gleich im Eingangsbereich etwa findet sich die perfekte Rechtfertigung für unseren Couchtisch:

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(Weitere Bilder hier so: LeSpocky.de :: Fotos | OpenSource | Attraktor)

Neben Plauderei, die weniger direkt den Space betraf, haben wir natürlich auch interessante Dinge erfahren. Zunächst mal wird in Hamburg scheinbar viel und häufig diskutiert, manchmal auch ohne konkretes Ergebnis. So wurde zwar aus praktischen Gründen an vielen Stellen die abgehängte Decke entfernt, was aber auf der anderen Seite zu höheren Heizkosten führte, jedoch in Folge dessen nicht etwa zu einer Wiederherstellung der Decke. Überhaupt sollen die Mietnebenkosten dort wohl nicht zu knapp sein, könnten wir direkt mal im Hinterkopf behalten.

Was den Werkstattbereich angeht, findet man im Attraktor diverse xy-Verfahrtische, u.a. auch eine Fräse, die twittert. Organisatorisch ist hier herauszustellen, dass es keine dedizierten Kisten für einzelne Mitglieder gibt, wie etwa im Stratum0. Vielmehr darf jeder nehmen, was er benötigt, und spendet dann einen angemessenen Betrag in die Werkstatt-Kasse. Gerade bei wenig Platz könnte das eine Lösung sein um nicht viel Zeug einerseits doppelt und andererseits unzugänglich in persönlichen Kisten zu lagern. Alles in allem scheint der Attraktor werkstattseitig gut ausgestattet zu sein, aber das würde ich von einem Verein, der sich Makerspace auf die Fahnen schreibt, auch erwarten. ;-)

Der viele Platz ermöglicht den Nordlichtern direkt in ihren Räumen Vorträge abzuhalten, was wohl auch ab und zu genutzt wird. Fünfzig Leute wirken hier wohl fast noch verloren, während Stratum0 bei der Menge aus allen Nähten platzen würde. Mal sehen, wie wir das im Netz39 organisieren, eine Idee war ja, Vortragsreihen zwar unter unserer Flagge, aber in externen Räumen stattfinden zu lassen. Die Glücklichen wissen nur noch nichts davon. ;-)

Alles in allem waren das zwei spannenden Stunden im Attraktor, danke nochmal an Jan für's Rumführen. Mir persönlich kam's abseits vom Werkstattbereich dort etwas chaotisch vor und zudem war der Tischkicker überhaupt nicht technisch aufgemotzt eins elf! Die eine oder andere interessante Idee konnten wir aber mitnehmen. Die angesprochenen Punkte könnt Ihr dann gern hier oder auf der Mailingliste diskutieren. 8-)

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